Аудирование

Eines Tages macht ein Kaufmann einen Spaziergang. Er geht oft am Morgen spazieren. Die Luft ist frisch, der Weg ist schön, die Vögel singen. In der Nähe liegt ein Park. Er ist alt und sehr groß, die Bäume sind hoch. Der Park ist noch ganz leer um diese frühe Stunde.

Plötzlich hört der Kaufman ein Geräusch. Er schaut sich um. Vor ihm steht ein Mann. Er hält eine Pistole in der Hand und ruft: „Hände hoch, mein Freund! Machen Sie keinen Lärm! Die Polizei ist weit, die Pistole ist nah.“ Der Kaufmann schweigt und denkt: Der Kerl hat recht. Das Leben ist wichtiger als das Geld. Ich gebe ihm etwas Geld, vielleicht geht er weiter.

Aber der Räuber sagt: „Ich bin kein Räuber. Ich bin ein Kaufmann wie Sie. Sie haben hier eine schöne Uhr. Geben Sie mir Ihre Uhr, ich gebe Ihnen Geld. Wir machen ein Geschäft.“

Der Kaufmann sagt kein Wort und gibt dem Fremden seine Uhr. Der Räuber nimmt sie und gibt dem Kaufmann zehn Pfennig. Dann sagt er: „Geben Sie mir auch Ihren Ring!“ Der Kaufmann gehorcht und gibt ihm seinen teuren Ring. Er bekommt auch dafür zehn Pfennig. Nun sagt der Räuber: „Wenn Sie Geld haben, können Sie meine Pistole kaufen. Sie kostet 100 DM.“ — „Er ist dumm“, denkt der Kaufmann. „Er ist ganz dumm. Natürlich kaufe ich die Pistole und töte ihn.“ Er reicht dem Räuber 100 DM und bekommt sofort die Waffe. Schnell hebt er die Pistole und ruft: „Halt, du Dieb, gib mir sofort meine Uhr und meinen Ring, auch mein Geld zurück!“ Aber der Räuber lacht nur und sagt: „Ich gebe Ihnen nichts davon. Sie können ruhig schießen, die Pistole ist nicht geladen.“ Dann grüßt er freundlich und geht.

 

Aufgaben

I. Назовите главных действующих лиц текста.

1. der Sänger; 2. der Kaufmann; 3. die Frau; 4. der Bootsmann; 5. der Räuber; 6. der Junge

 

II. Выберите из данных предложений те, которые вы слышали в тексте.

  1. Ein Sänger geht oft am Morgen spazieren.
  2. Plötzlich hört er ein Geräusch.
  3. Der Kaufmann gibt dem Fremden seine Uhr.
  4. Die Pistole ist nicht geladen.

 

III. Выберите правильный вариант.

  1. Eines Tages geht ein Kaufmann durch (seine Straße; den Wald; den Park).
  2. Plötzlich sieht der Kaufmann einen (Freund; alten Bekannten; Räuber) vor sich.
  3. Der Fremde will (die Jacke; die Uhr; die Tasche) des Kaufmanns haben.
  4. Der Kaufmann (protestiert; läuft weg; gehorcht).
  5. Zum Schluss kauft der Kaufmann die Pistole des Räubers für (100 Mark; 50 Mark; 100 Dollar).

 

IV. Выберите правильное продолжение предложений.

 

  1. Eines Tages ...
  2. Das Wetter ...
  3. Plötzlich ...
  4. Der Mann rief ...
  1. „Halt, oder ich schieße!“
  2. machte ein reicher Mann einen Spaziergang.
  3. stand ein Räuber im Park und wartete.
  4. bemerkte einen reichen Herrn.
  5. „Weiterlaufen! Schnell, schnell!“
  6. war regnerisch.
  7. sah einen guten Bekannten vor sich.
  8. war herrlich.
  9. hörte er ein Geräusch.

 

V. Ответьте на вопросы к тексту.

  1. Wem begegnete der Kaufmann bei seinem Spaziergang?
  2. Was hatte der fremde Mann in der Hand?
  3. Wie viel Geld bekam der Mann für seinen Ring?
  4. Warum wollte der Kaufmann die Waffe kaufen?
  5. Warum bekam der Kaufmann seine Sachen nicht?

Am Stadtrand steht ein kleines Haus. Es steht schon lange leer, denn niemand will so weit von der Stadt wohnen. Eines Tages aber hält ein Möbelwagen vor der Tür des Hauses. Ein Professor zieht mit seinen vielen Büchern ein. Er sucht Ruhe. Hier hat er sie und kann gut arbeiten, hofft er.

Doch schon in der ersten Nacht wacht er sehr früh auf. Er hört vor seinem Fenster die lauten Töne einer Trompete. Ärgerlich steht er auf und schaut aus dem Fenster. Da sieht er auf der Straße einen Hirten mit seinen vielen Schafen und Ziegen. Es isr erst vier Uhr. Der Gelehrte legt sich wieder in sein Bett, aber er kann nicht mehr einschlafen.

In den nächsten Nächten wiederholt sich dasselbe. Jeden Morgen treibt der Hirt um 4 Uhr seine Herde auf die Wiese. Jeden Morgen bläst er laut und falsch auf einer alten Trompete vor dem Fenster des Professors.

Einige Nächte hört der Gelehrte zu, dann ruft er den Hirten. "Freund", sagt er zu ihm, "ich muss jeden Morgen um 4 Uhr aufstehen. Ich habe aber leider keinen Wecker. Bitte, blasen Sie vor meinem Fenster besonders laut! Dann werde ich bestimmt aufwachen. Für Ihre Hilfe zahle ich Ihnen gern etwas. Jeden Morgen finden Sie 20 Pfennig auf dem Fensterbrett."

Der Hirt ist einverstanden und geht zufrieden weg. Zweimal legt der Professor das Geld auf das Fensterbrett, dann aber nicht mehr. Der Hirt sucht das Geld an den folgenden Tagen, aber er findet nichts. Dann ärgert er sich und sagt: "Ach, so! Umsonst werde ich nicht blasen. Ich werde den Herrn nicht mehr wecken!"

Seit diesem Tag bläst er vor dem Haus des Professors keinen Ton mehr und der Gelehrte hat endlich seine Ruhe.

 

die Ruhe спокойствие; покой
einziehen въезжать, переезжать
die Trompete труба
die Geige скрипка
der Hirt пастух
der Gelehrte учёный
die Herde стадо
blasen трубить
umsonst даром, бесплатно

Aufgaben

1. О ком говорится в тексте?

1. der Junge; 2. die Frau; 3. der Gelehrte; 4. der Kapitän; 5. der Hirt; 6. der Kaufmann

 

2. Выберите правильный вариант.

  1. ... zieht mit seinen vielen Büchern ein.
    a) Ein Kaufmann, b) Ein Professor, c) Ein Hirt
  2. Er hört vor seinem Fenster die lauten Töne einer ... .
    a) Geige, b) Trompete, c) Flöte
  3. Auf der Straße sieht er einen ... . 
    a) Hirten, b) Gelehrten, c) Fahrer
  4. Der Professor bittet ihn vor seinem Fenster besonders laut zu ... .
    a) sprechen, b) blasen, c) singen

 

3. Какие из данных предложений верны?

  1. Ein reicher Kaufmann zieht einmal in das kleine Haus ein.
  2. Der Mann bringt viele Bücher mit.
  3. Jede Nacht erwacht der Mann um vier Uhr.
  4. Der Hirt spielt Geige.
  5. Der Mann verspricht dem Hirten für seine Hilfe 20 Pfennig.
  6. Der Hirt will mehr Geld haben.

 

4. Ответьте на вопросы к тексту.

 

  1. Warum steht das kleine Haus lange leer?
  2. Warum kommt hierher endlich ein Mann?
  3. Warum kann der Mann hier schlecht schlafen?
  4. Was macht dann der Mann?

 

5. Дополните предложения прямой речью по содержанию текста.

  1. Der Gelehrte denkt: ...
  2. Der Hirt sagt: ...
  3. Nun ärgert sich der Hirt: ...
  4. Der Professor freut sich: ...

Es herrschte einmal in der Stadt Hameln eine große Not: Die Stadt war voll von Ratten und Mäusen. Sie fraßen den Menschen alles weg, liefen am hellen Tag durch die Straßen. Die Mütter hatten Angst, kleine Kinder allein im Zimmer zu lassen.

Um diese Zeit erschien in Hameln ein sonderbarer Mann. Er trug einen bunten Rock und nannte sich einen Rattenfänger. Die Bürger von Hameln umringten ihn. Sie versprachen ihm viel Geld, wenn er ihnen in ihrer Not hilft. Der Rattenfänger sollte die Stadt von den Ratten und Mäusen befreien.

«Zahlt ihr mir für meine Hilfe 50 Taler?», wollte der Rattenfänger wissen. «Gern», antworteten die Bürger. «Wenn du uns wirklich von den Ratten befreist, zahlen wir dir gern 100 Taler!»

Da zog der Mann eine kleine Pfeife aus der Tasche und begann zu pfeifen. Er pfiff eine einfache schöne Melodie. Aus allen Häusern kamen Hunderte von Ratten und Mäusen. Bald war die ganze Straße grau von Mäusen. Der Rattenfänger pfiff und pfiff und ging langsam zum Tor hinaus. Die Ratten und Mäuse folgten ihm. Er ging an den Fluss und trat ins Wasser. Die Ratten und Mäuse folgten ihm und ertranken im Fluss.

Nun kehrte der Mann in die Stadt zurück und wollte seinen Lohn haben. Doch die geizigen Bürger wollten ihm das versprochene Geld nicht zahlen. «Für ein bisschen Pfeifen sollen wir dir 100 Taler zahlen?», sagten sie. «Ein Taler genugt!» Zornig verließ der Rattenfänger die Stadt am selben Tage.

Einen Monat später gingen die Stadtbürger an einem Sonntag zur Kirche. Da erklang plötzlich auf der Straße wieder die Pfeife des Rattenfängers. Er pfiff eine einfache schöne Melodie. Diesmal aber kamen aus allen Häusern Kinder und sammelten sich um den Mann. Der Rattenfänger pfiff und pfiff und ging langsam zum Stadttor hinaus und die Kinder folgten ihm. Als sie zu einem Berg kamen, öffnete sich der Berg und der Rattenfänger und die Kinder verschwanden darin. Seitdem hat man sie nie wieder gesehen. So wurden die geizigen Bürger von Hameln für ihr böses Herz bestraft.

 

Aufgaben

1. Wählt aus den angebrachten Substantiven diejenigen, die ihr im Text getroffen habt.

a) der See; b) das Geld; c) die Pfeife; d) der Mann; e) die Frau; f) die Weser; g) der Wald.

 

2. Wählt die richtige Antwort:

  1. Der Rattenfänger zog demnach ... heraus.
    a) eine Geige, b) ein Pfeifchen, c) eine Trompete
  2. Da kamen bald die Ratten und Mäuse ... und sammelten sich um ihn herum.
    a) aus allen Seiten, b) aus allen Ecken, c) aus allen Häusern
  3. Der Rattenfänger ging langsam aus der Stadt hinaus und führte die Tiere ... 
    a) zum See, b) zum Meer, c) zum Fluss
  4. Er trat ins Wasser, die Tiere folgten ihm und ... 
    a) schwammen im Wasser, b) badeten im Fluss, c) ertranken im Wasser

 

3. Ordnet die Sätze entsprechend den Absätzen des Textes.

  1. Die Bürger hielten ihr Wort nicht.
  2. Der traurige Tag kam nach Hameln.
  3. Ein wunderlicher Mann erschien in Hameln.
  4. Der Rattenfänger befreite die Stadt.

 

4. Ergänzt die Sätze.

 

  1. Der Mann trug ... und nannte sich ...
  2. Er wusste, dass es in der Stadt viele ...
  3. Er versprach für ein gewisses Geld ...
  4. Aber die Bürger wollten dem Rattenfänger ...

 

5. Antwortet auf die Fragen zum Text.

  1. Was für eine Not herrschte es einmal in der Stadt Hameln?
  2. Was versprachen die Bürger dem Rattenfänger?
  3. Und wie benahmen sie sich später?

Es war Winter. Ernst rodelte, spielte mit seinen Freunden Schneeball. Er lief Schlittschuh auf der schönen großen Eisbahn. Er machte im Hofe einen Schneemann. Lustig kam er nach Hause und sagte seinem Vater:

„Wie schön ist es im Winter! Der Winter ist die schönste Jahreszeit!“

Der Vater schrieb diese Worte in sein Notizbuch.

Da kam der Frühling. Der Himmel war blau. Die Sonne schien hell. Es war warm. Ernst und seine Freunde liefen ins Feld. Sie pflückten da die ersten Frühlingsblumen. Sie spielten im Hof und im Garten, sie sangen fröhliche Frühlingslieder. Eines Tages rief Ernst laut:

„Wie schön ist doch der Frühling! Der Frühling ist die schönste Jahreszeit!“

Der Vater hörte es. Er schrieb auch diese Worte in sein Notizbuch.

Der Sommer kam. Ernst lebte auf dem Lande bei seiner Großmutter. Er half ihr bei der Arbeit im Gemüsegarten. Jeden Tag badete er im Fluss, fuhr oft Boot mit den Kindern, sammelte im Walde Beeren und Pilze. Am Sonntag kam der Vater zu Ernst.

„Wie schön ist es im Sommer! Der Sommer ist die schönste Jahreszeit!“, sagte Ernst seinem Vater.

Der Vater schrieb die Worte seines Sohnes in sein Notizbuch.

Jetzt war der Herbst da. Das Obst war reif. Die Kinder pflückten rote Äpfel, gelbe Birnen und blaue Pflaumen. Fröhlich arbeiteten die Kinder im Obstgarten. „Ach!“, rief Ernst. „Wie schön ist es im Herbst! Der Herbst ist die schönste Jahreszeit!“

Der Vater nahm sein Notizbuch und zeigte Ernst, dass er vom Winter, vom Frühling und vom Sommer dasselbe gesagt hatte.

 

Aufgaben

1. Назовите главных действующих лиц текста.

1) Winter; 2) Mutter; 3) Ernst; 4) Hund; 5) Vater; 6) Sabine.

 

2. Какие из данных предложений соответствуют содержанию текста (R), а какие нет (F)?

  1. Im Winter machte Ernst im Hofe einen Schneemann.
  2. Im Frühling pflückte Ernst Blumen.
  3. Im Sommer arbeitete Ernst in der Stadt.
  4. Im Herbst wanderte Ernst auf dem Lande.

 

3. Ответьте на вопросы к тексту.

  1. Was machte Ernst im Winter?
  2. Wo war der Junge im Sommer?
  3. Wohin schrieb der Vater die Worte des Jungen?
  4. Welche Jahreszeit gefiel dem Jungen am besten?

 

4. Дополните предложения по содержанию текста. 

  1. Wie schön ist es …!
  2. Der Frühling ist …!
  3. Im Sommer lebte der Junge … .
  4. Von allen Jahreszeiten sagte der Junge … .

 

5. Опишите пятью предложениями одну из пор года, о которых говорится в тексте.

Es war August. Das Wetter war schön. Am blauen Himmel schien die Sonne. Eine Gurke und ein Kohlkopf gingen spazieren.

"Es ist heute so heiß", sagte der Kohlkopf. "Wollen wir zum Fluss gehen, wollen wir baden!", sagte die Gurke.

"Gut", antwortete der Kohlkopf und sie gingen zum Fluss. Die Gurke sprang lustig ins Wasser. Der Kohlkopf begann sich auszuziehen.

"Komm schnell ins Wasser!", rief die Gurke. "Es ist so schön hier!"

"Ich komme bald", antwortete der Kohlkopf, "ich muss mich nur ausziehen." Und er legte ein Hemd ab, dann das zweite, dann das dritte, das vierte, das fünfte, das sechste...

Es wurde Abend. Und die arme Gurke wartete und wartete im Wasser. Sie wartete sehr lange, und schließlich bekam sie eine Gänsehaut.

Von der Zeit an haben grüne Gurken kleine Prickelchen auf der Haut.

 

der Kohlkopf кочан капусты
gingen spazieren пошли гулять
heiß жарко
sich ausziehen раздеваться
die Gänsehaut гусиная кожа
die Prickelchen пупырышки

Aufgaben

1. О ком или о чём говорится в тексте?

1. die Tomate; 2. die Gurke; 3. die Birne; 4. der Apfel; 5. der Kohl; 6. die Zwiebel

2. Какие из данных предложений верны?

  1. Wie war das Wetter? — Es war sehr schön.
  2. War es Sommer? — Nein, es war Frühling.
  3. Was wollten die Gurke und der Kohlkopf? — Sie wollten baden.
  4. Wohin gingen sie? — Sie gingen zum Meer.

3. Выберите правильное продолжение предложений.

  1. Die Gurke wartete ...
  2. Der Kohlkopf blieb ...
  3. Er musste ...
  4. Die Gurke fror sehr und ...
  1. am Ufer.
  2. ging aus dem Wasser.
  3. sehr lange im Wasser.
  4. bekam die Gänsehaut.
  5. viele Hemden ausziehen.
  6. zu Hause.
  7. Medizin nehmen.

4. Дополните предложения подлежащими по смыслу текста. 

  1. ... badete lustig.
  2. ... schwamm und schwamm.
  3. ... legte seine Hemden ab.
  4. ... rief: "Komm schnell!"

5. Ответьте на вопросы к тексту.

  1. Mit wem ging die Gurke einmal spazieren?
  2. War es kalt?
  3. Was rief die Gurke aus dem Wasser?
  4. Wie lange wartete die Gurke auf den Kohlkopf?
  5. Was haben grüne Gurken von der Zeit an?

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